Die universellen Gesetze



Im Zusammenhang mit dem sechsten Element "Verbundenheit" lohnt es sich einen näheren Blick auf die zweifellos sehr alten, sogenannten "universellen Gesetze", zu werfen.

 

Nicht zuletzt deshalb, weil diese Prinzipien sich mehr und mehr mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen decken (was für mich nicht minder erstaunlich ist, als die der Gesetze innewohnende Weisheit selbst, deren Strahlkraft, bis heute, nichts von ihrer einstigen Intensität eingebüßt hat).

 

Die Kenntnis der Gesetze versetzt uns in die Lage, diese Prinzipen bewusster in unseren Lebensalltag zu integrieren.

 

Dabei basieren die Gesetze scheinbar auf den sogenannten, antiken „Hermetischen Schriften“, welche ihren Namen durch ihren mutmaßlichen Verfasser, Hermes Trismegistos (bei den Ägyptern bekannt unter dem Namen "Der ganz Grosse" oder "Der Meister aller Meister", möglicherweise also einer der sagenumwobenen sieben Waisen"), erhalten haben sollen.

 

Je nachdem welche Quellen man Glauben schenkt, ist die Rede von meist sieben, in manchen Fällen sogar zehn oder zwölf Gesetzen. Ich habe der Vollständigkeit halber alle zwölf zusammengetragen und diese, in der Hoffnung, dass es zu einem besseren Verständnis beiträgt, mit einigen persönlichen Bemerkungen ergänzt.

 

Du kannst dir also entweder in Ruhe den ganzen Text durchlesen, oder du schaust dir (ergänzend dazu) einfach das folgenden Video an, indem die ursprünglichen 7 Gesetze, auf sehr kurzweilige und verständliche Art, präsentiert werden.



1. Das Gesetz der Schöpfung - Alles ist Bewusstsein


Alles ist Energie. Was als Materie sichtbar wird, ist in Wirklichkeit nur Schwingung (Information und Bewusstsein in verdichteter Form). Wo eine Form ist, muss demnach auch ein geistiger Inhalt sein.

 

Indem wir das, was wir wahrnehmen ("In-Form-ation"), auf unsere subjektive Weise bewerten, erzeugen wir eine entsprechende, nur für uns gültige Realität ("Trans-Form-ation"). 

 

Deine Wahrnehmung sowie die Art, wie du das Wahrgenomme bewertest, entscheidet also darüber, wie deine Realität beschaffen ist und wie sich diese Wirklichkeit für dich anfühlt.

 

Das Glas das vor dir steht, kann in diesem Sinne halbvoll, neutral oder halbleer sein.  

 

Wenn du deine Bewertungsmuster (Überzeugungen, Werte, Glaubensinhalte) änderst, so verändert sich auch deine Realität. Das Glas, das für dich zuvor noch halbleer war, könnte nun genauso gut halbvoll sein. In diesem Zusammenhang erschaffen deine Gedanken deine Realität.

 

Alles was heute ist - alles was du im jetzigen Moment erlebst - ist das Ergebnis deiner vorangegangenen Gedanken. Nicht die äußeren Umstände erzeugen die Realität, sondern die subjektive Bewertung der Umstände bestimmt, wie du deine Realität wahrnimmst.

 

Die Vergangenheit ist nicht mehr, sie exsistiert nur noch als Erinnerung in deinem Kopf. Diese Erinnerung kann immer nur in der Gegenwart "wiedererlebt" und erfahren werden. Ähnlich ist es mit Vorstellungen von der Zukunft. Die Zukunft selbst existiert noch nicht, weil sie noch ungeworden ist. Sie existiert nur als gegenwärtige Vorwegnahme in deinem Kopf - und zwar auch nur in dem Moment, indem du dich auf diese Vorstellung fokussierst und dich auf sie einlässt.

 

All das (ob vergangene Erinnerung oder Vorwegnahme der Zukunft) existiert nur im Jetzt deiner Vorstellung - jetzt, wo du daran denkst! Damit erschaffst du auch die damit verbundenen, energetischen und emotionalen Qualitäten. Wenn du an eine vergangene Erinnerung, oder an eine zukünftiges Ereignis denkst, das Zorn, Wut, Angst, Scham, Schuld, Enttäuschung, Reue, oder Trauer und Schmerz auslöst, dann brauchst du dich also nicht darüber zu wundern, dass du in diesem Augenblick genau diese energetische Qualität fühlst und dass dein Körper auch auf materieller Ebene damit beginnt, die damit korrespondierenden Botenstoffe und biochemischen Moleküle, in deinem Körper freizusetzen.

 

Schöpfung und Veränderung der physischen Realität, hat ihren Ursprung immer in der mentalen Wirklichkeit; in der Ebene deiner Gedanken, Überzeugungen, Glaubensinhalte und Wertvorstellungen. Du kannst im Rahmen deines individuellen Bewusstseins Schöpfung kreieren, indem du deine mentale Wirklichkeit deinen Wünschen und Absichten entsprechend, liebe- und absichtsvoll veränderst. Je besser dir das gelingt, desto mehr wirst du zum selbstbestimmten Schöpfer deiner Realität. Zugleich bist du aber auch ein Teil vom kollektiven Bewusstsein - der Quelle aller Gedanken.

 

So wie du einen großen Effekt auf das kollektive Bewusstsein ausüben kannst, indem du fähig bist mit deinen Gedanken die Welt zu revolutionieren, andere zu inspirieren oder anzuleiten, kann das kollektive Bewusstsein auch einen Effekt auf dich haben, indem du beispielsweise deine Überzeugungen, Werte und Glaubensinhalte (und somit die Art wie du Dinge bewertest), an einen vorherrschenden, soziokulturellen Mainstream anpasst und diesen annimmst.  

 

Zum größten Teil kannst du dein Leben jedoch selbst bestimmen, indem du die Macht hinter den schöpferischen Gedanken erkennst und richtig einsetzt. Hegst du nämlich destruktive Gedanken, wirst du auch eine dementsprechende Realität für dich erschaffen.

 

Wichtig dabei ist die Intensität deiner Gedanken. Je mehr du etwas willst und je mehr du etwas in die Tat umsetzt, umso wahrscheinlicher wirst du das erwünschte Resultat auch erreichen. Deine Gedanken werden zunächst zu deiner subjektiven Wirklichkeit. Im Anschluss daran manifestieren sich deine Gedanken und Handlungen in der materiellen Welt und erzeugen entsprechende Reaktionen. Je mehr und je stärker du an etwas denkst und daran glaubst, desto besser und eher kann diese Vortsellung die damit korrespondierenden Reaktionen auf der geistigen und materiellenen Ebene anziehen.

 


2. Das Gesetz der Entsprechung


Wie oben, so unten. Wie im Kleinen so im Großen. Wie innen, so außen. Wie im Materiellen so im Immateriellen. Hat man die Gesetzmäßigkeiten auf einer Ebene erkannt, kann man sie auf andere Ebenen übertragen.

 

Versuchen wir doch einmal dieses Prinzip beispielhaft auf unseren Alltag anzuwenden:

 

Wenn du im Stress bist, oder dir eine Situation angst bereitet, dann wird sich die mentale und  emotionale Qualität (geistig, also immateriell) deiner Empfindungen, aufgrund der damit korrespondierenden bio- und elektrochemischen Signalübertragung, schon bald auf deiner körperlichen Ebene übertragen und materialisieren.

 

Im umgekehrten Fall gilt dies natürlich ebenso. Körperliches Unwohlsein und Schmerzen (materielle Ebene), haben direkten Einfluss auf deine emotionale und gedankliche (geistige Ebene) Wahrnehmung. Wie im Materiellen so auch im Geistigen, wie innen, so außen. 

 

Dabei werden alle Eindrücke, denen du Beachtung und Aufmerksamkeit schenkst, intensiviert, während all das, was du nicht beachtest, bald schon verblasst und aus deinem Fokus verschwindet.

 

Wenn du dich also auf Dinge konzentrierst, die dich innerlich glücklich, ausgeglichen und zufrieden machen, so wird sich dass, was du im Außen wahrnimmst, ebenso anfühlen. Das was sich in deinem Inneren abspielt, wird im Außen (durch deine Äußerungen und Handlungen) reflektiert und wieder auf dich zurückgespiegelt.

 

Deshalb ist es in diesem Zusammenhang auch so wichtig, dass du in deinem Leben innere Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Selbstliebe kultivierst, denn das was du in dir trägst, wird unweigerlich eine entsprechende Reaktion in deinem Umfeld (Außen) auslösen.

 

Gemäß des Resonanzgesetzes wirst du im Außen zudem immer das anziehen, was mit deiner emotionalen und mentalen Qualität, in Übereinstimmung steht und damit energetisch korrespondiert. 


3. Das Gesetz der Polarität


Jedes Ding hat zwei Seiten, das Gegenteil schwingt immer mit. Wenn du einen Pol ausschließt oder verdrängst, ziehst du automatisch das Ausgeschlossene/Unerwünschte an.

 

Alles besitzt Pole. Alles besitzt (innerhalb der Dualität) ein Paar von Gegensätzen. Diese scheinbaren Gegensätze entspringen aber in Wahrheit aus der dahinterstehenden Einheit aller Gegensätze. Gleich und Ungleich sind Eins. Alle Dinge die wir in unserer Realität wahrnehmen können, haben männliche und weiblich Eigenschaften und sind zugleich in sich "ver-ein-t".

 

Erinnern wir uns doch in diesem Zusammenhang an das Energiefeld des Elektrons. Auf der Quantenebene war dieses Feld eine immaterielle Wolke aus Energie. Erst als die Welle durch den Versuchsaufbau bewusst aufgelöst und das Teilchen dadurch sichtbar wurde, ist daraus ein materiell erfahrbares Objekt entstanden. Es hat sich quasi in unsere Dualität (durch Bewerten und Messen) hineinmaterialisiert.

 

Folgen wir nun der Aussage des Gesetzes, so sind beide Erscheinungen auf das Vorhandensein einer dahinter verborgenen Einheit zurückzuführen. Wenn wir die Einheit, die dem scheinbaren Welle-Teilchen Dualismus zugrunde liegt, extrahieren, so erhalten wir eine reine, noch ungeformte Energie im ungewordenen Quantenraum, die sich einmal als Feld und das andermal als Teilchen manifestiert - je nachdem ob man sie bewertet (misst), oder nicht.

 

Des Weiteren besagt das Gesetz der Polarität, dass innerhalb der Dualität immer Zweiheiten existieren. Beide bedingen sich gegenseitig, damit sie jeweils im Gegensatz zu ihrem gegenteiligen Pol erfahren werden können:

 

Licht kann nur im Kontext der Dunkelheit erfahren werden und umgekehrt. Warm kann nur im Kontext von Kalt erfahren werden, und umgekehrt. „Gut“ kann nur im Kontext von „Schlecht“ erfahren werden. Liebe nur im Kontext von Gleichgültigkeit und Ignoranz, etc.

 

Diese Art der "Geschlechtlichkeit", versinnbildlicht die Dualität hinter allen Erscheinungen und gibt uns gleichzeitig die Möglichkeit, in der Verbindung und Verschmelzung beider Pole - also in der Synthese von These (gut) und Antithese (schlecht), die darin enthaltene Einheit zu erfahren und darin zu bleiben.

 

Alle wahrnehmbaren Gegensätze und Pole bedingen das Fällen von Urteilen, das "In-Bezug-Setzen" von einer Seite zu einer anderen, damit sie durch die damit verbundene Erfahrung, sinnlich kennengelernt und erlebt werden können.

 

Außerhalb der Erfahrungswelt der Dualität existiert nur der klare Geist, das reine "Bewusst-Sein", das zeitlose "Ich bin". Auf dieser Ebene können Polaritäten nicht mehr erfahren werden, da sie nur noch als Einheit und Ganzheit existieren.

 

Wenn wir uns des Prinzips der Gegensätze bewusst sind, erkennen wir, dass wir, solange wir uns innerhalb der Welt der Dualität befinden, immer Polaritäten erzeugen, denn der eine Pol kann ohne den anderen Pol nicht existieren.

 

Das Gesetzt der Polarität ist somit eine Einladung zum Nichtbewerten und Nichtbeurteilen der äußeren Erscheinungen, da nur so die dahinterstehende Ganzheit aller Erscheinungen erkannt werden kann - und diese Einheit fühlt sich verdammt gut an.

 

Mit anderen Worten:

Jede Erfahrung, die wir über unsere Sinne machen - ob es Lichteindrücke, Berührungen, oder Geräusche sind, bestehen aus Schwingungen. Eine Schwingung hat zwei Qualitäten. Die eine könnte man als „An“ bezeichnen, die andere als „Aus“.

 

Schwingungen werden durch Wellen übertragen, wobei sich jedes Wellensystem aus beliebig vielen Bergen und Tälern zusammensetzt. Dementsprechend ist das Leben ein System des „jetzt sehe ich es und jetzt sehe ich es nicht“.

 

Diese zwei Ausprägungen sind untrennbar miteinander verbunden. So bestehen beispielsweise Töne nicht nur aus Tönen, sondern aus einem ständigen, pulsierenden und schnellen Wandel aus Ton und Stille, wobei sich diese zwei Aspekte gegenseitig abwechseln und das ist auch schon das fundamentale Wesen aller Erscheinungen.

 

Wichtig dabei ist, dass der Berg und das Tal einer Welle, untrennbar zusammengehören. Niemand hat bisher Berge ohne Täler bestiegen, oder Täler ohne Berge, genauso wenig, wie wir jemals Menschen ohne Rück- oder Vorderseite begegnet sind. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für eine Münze. Obgleich sich die Vorderseite in der Regel von der Rückseite unterscheidet, sind alle positiven und negativen Aspekte zur selben Zeit nur zwei scheinbar unterschiedliche Seiten derselben Medaille. In Wirklichkeit sind sie eins.

 

Was sich daraus zweifelsfrei ableiten lässt und womit wir uns anfreunden sollten, ist die Tatsache, dass scheinbar unterschiedlich erscheinende Dinge untrennbar miteinander verbunden sind und somit zusammengehören. Das was uns explizit als „Zwei-heit“ erscheint, kann implizit und gleichzeitig „Eins“ sein. 1 + 1 = 1.

 

Wenn du das vergisst, geschehen furchtbare Dinge. Weil wir das Zusammenspiel aus Bewusstsein und Wahrnehmung als einen merkwürdigen und undurchschaubaren Mechanismus begreifen, haben wir uns als menschliche Spezies auf einen ganz bestimmten Aspekt der Wahrnehmung spezialisiert, den wir bewusste Aufmerksamkeit genannt haben. Den Preis, den wir dafür bezahlen, dass wir uns ausschließlich auf diese Form spezialisiert haben, ist Ignoranz gegenüber allem, was sich außerhalb unseres bewussten Aufmerksamkeitsfelds befindet.

 

Daher tendieren wir dazu, die Welt und unsere Realität auf eine unzusammenhängende, zerstückelte Weise wahrzunehmen. Du nimmst unterschiedliche Erscheinungen und Ereignisse wahr und gehst dabei davon aus, dass es sich dabei um eigenständige Objekte handelt, die tatsächlich getrennt voneinander und getrennt von dir, existieren, dabei sind sie im Grunde nur das, was du in ihnen sehen willst und was du aus ihnen machst.

 

In westlichen Kulturen geht man von der grundlegenden Annahme aus, dass die menschliche Existenz eine äußerst ernste Angelegenheit ist. In diesem Fall ist dein Leben ein mühseliger Kampf. Jedenfalls ist es kein Spiel. Was aber, wenn die Triebfeder jeglicher Existenz und somit auch des physisch erfahrbaren Universums, hauptsächlich spielerischer Natur wäre? Es gibt keine Notwendigkeiten, es muss nirgendwohin gehen. Es hat kein Endziel oder einen Ort wo es ankommen oder sich hineinentwickeln muss.

 

Man kann diesen Sachverhalt sehr gut am Beispiel von Musik veranschaulichen. Das Wesen von Musik als Kunstform ist spielerischer Natur. Man arbeitet nicht am Klavier, sondern man spielt es. Von daher unterscheidet sich Musizieren beispielsweise vom Reisen. Wenn wir reisen, dann wollen wir an ein Ziel und somit an einen Endpunkt gelangen. In unserer heutigen Zeit versuchen wir immer schneller und effektiver irgendwo anzukommen, bis wir die Abstände zwischen den einzelnen Etappen nicht mehr unterscheiden können. Die Konsequenz daraus ist, dass die zwei Positionen unserer Reise, zu einem einzigen Ort verschmelzen. Im Gegensatz dazu, würde in der Musik niemand ernsthaft das Ende der Symphonie zum Höhepunkt seiner Komposition machen.

 

Doch in unserem sozialen Umfeld sowie im Schul- und Bildungssystem, wird uns eine ganz andere Realität vermittelt. Bald nach unserer Geburt beginnen wir unsere Reise mit der ersten Etappe, dem Kindergarten. Dort erhalten wir unseren initialen Reifegrad. Danach folgt die Grundschule und im besten Fall das Gymnasium, welches wir im Idealfall mit einem überdurchschnittlich guten Abitur beenden. Dies ist zugleich auch der Nachweis, der unsere gesellschaftliche Nützlichkeit nach außen hin bezeugt. Im Anschluss folgt ein möglichst anerkanntes Studium, dass wir optimalerweise mit einem ebenso imageträchtigen Masterdiplom abschließen. Das ist dann unsere Eintrittskarte in die große Welt und zugleich der Einstieg in ein enges und subtiles Hamsterrad. Wir verkaufen Versicherungen, erstellen Marketingpläne oder machen irgendetwas anderes, dass von der Gesellschaft als erstrebenswert angesehen wird. Wir bringen die von uns erwartete Leistung und knien uns rein. Währenddessen rückt unser Ziel immer näher und näher. Es ist fast schon zum Greifen nah: das Ding, der Erfolg, die Karriere, das Objekt unserer Ziele und Wünsche, das tolle Auto, das Eigenheim - was auch immer. Und wenn wir so um 40 sind, wachen wir auf und stellen fest: Oh mein Gott, wir sind angekommen. Wir sind endlich da, allerdings fühlen wir uns dabei auch nicht anders, wie sonst. Es fühlt sich sogar fast wie ein Scherz an und im Grunde handelt es sich dabei tatsächlich um einen miserablen Witz ohne richtige Pointe, denn durch seine fremdbestimmten Erwartungen hat uns das System dazu gebracht alles Lebenswerte auf dieser Reise zu verpassen.

 

Betrachte jene Menschen, die Zeit ihres Lebens darauf hinarbeiten, irgendwann einmal in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen zu können. Sie bringen fleißig ihre Ersparnisse zur Seite und wenn sie dann 65 sind, haben sie kaum mehr Energie übrig und sind mehr oder weniger impotent. Dann dauert es nicht mehr lange, bis sie in einer betreuten Senioreneinrichtung dahinvegetieren und das nur, weil sie auf ganzer Linie betrogen worden sind.

 

Sie haben ihr Leben so ausgerichtet, als ob es eine Reise oder eine Pilgerfahrt wäre, die am Schluss einem Zweck dienen oder zu einem sinnvollen Happyend führen würde. Doch während sie versuchen an das Ende zu gelangen - Erfolg, Wohlstand oder der Eintritt in den Himmel, was auch immer es sein mag - haben sie die eigentliche Pointe verpasst.

 

Das Leben ist unsere Symphonie und wir sind dazu da zu singen und zu tanzen, während unser Lied gespielt wird. Wenn wir also erkennen, dass die Schöpfung sowie das Leben spielerischer Natur ist, bedeutet es auch, dass man es nicht ernst zu nehmen braucht. Es bedeutet vielmehr, dass sich das Leben wie Musik aus sich selbst heraus entfaltet. Du musst es geschehen lassen, es akzeptieren und es genießen, solange die Musik andauert.

 

Wenn wir darüber nachdenken was Menschen tun, wenn sie die Möglichkeit dazu haben, sie nicht zu irgendetwas gezwungen werden und ihnen nicht gesagt wird, was sie tun sollen, dann fällt uns vielleicht ein, dass sie gerne spontan Musik machen. Sie hören Musik, sie singen, tanzen und musizieren gerne, oder sie tun etwas, das rhythmische Elemente beinhaltet. Sie spielen gerne Karten, Bowling, Fußball, Tennis, Golf oder sie heben und senken einfach nur ihre Hände im Takt. Menschen lieben Rhythmen und sie lieben es sich dazu zu bewegen, zu spielen, dazu zu singen oder sich in anderer Form auszudrücken. Das ist die Natur der Schöpfung, die Natur allen Seins. Das ist der Grund, warum alles im Universum schwingt.

 


4. Das Gesetz der Resonanz und Kohärenz


Übereinstimmendes findet immer zusammen, auch wenn die Gemeinsamkeiten unbewusst sind.

 

Wenn du auf etwas reagierst, so bedeutet das, dass es in irgendeiner Form ein Thema für dich ist. Du kannst also nur das wahrnehmen, was in dir selber angelegt ist und ein entsprechendes Echo auslöst. Das Außen (also alle äußeren Erscheinungen) ist somit nur der Spiegel sowie die Reflektion deiner Innenwelt und umgekehrt.

 

Aus diesem Grund ziehen wir immer die Dinge und Menschen an, die in Übereinstimmung und Resonanz (Kohärenz) zu unserer inneren, emotionalen und mentalen, sowie der damit verbundenen energetischen Qualität, sind.

 

Wenn du dich also ständig als Opfer siehst und du zudem daran glaubst, dass du nicht gut genug für diese Welt bist, dann brauchst du dich nicht darüber zu wundern, dass du stets Menschen und Umstände anziehen wirst, die dich in perfekter Resonanz dazu, in deiner selbstgewählten Rolle sowie deinem Glauben, bestätigen und spiegeln werden.

 

Sei also achtsam und gehe verantwortungsvoll mit dem um, was du nach außen aussendest, denn so wie es in den Wald schallt, so kehrt es auch wieder zurück. 

 

Auch in Bezug auf dieses Gesetz gilt: Es ist wichtig, dass du in deinem Leben innere Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Selbstliebe kultivierst, denn das was du in dir trägst, wird unweigerlich eine entsprechende Resonanz in deinem Umfeld (Außen) auslösen. 


5. Das Gesetz von Ursache und Wirkung


Wir ernten, was wir säen, meist nicht sofort, sondern oft sogar zeitversetzt. Nichts geschieht ohne Grund. Es gibt keine Zufälle. Was sich scheinbar zufällig ereignet, ist ganz speziell für uns bestimmt, denn es fällt uns zu.

 

Das Prinzip von Ursache und Wirkung hat dabei nichts mit der Idee von Schuld und Bestrafung zu tun, sondern es ist in Wahrheit vollkommen neutral zu verstehen.

 

Da alle Schöpfung aus dem Geist entspringt, ist der Geist die erste Ursache. In unserer physischen Realität sind dies unser Glaubensätze, Werte und Überzeugungen. Also das, was wir als wahr erachten. Meist erdenken wir etwas (intuitive Erfahrungen sind eine Ausnahme), dann fühlen wir es und danach nehmen wir es in unserem physischen Erfahrungsfeld wahr.

 

In deiner (noch) begrenzten Erfahrung nimmst du zunächst allerdings nur einen kleinen Teil der Aspekte deiner emotionalen und mentalen Schöpfung wahr, die du selbst erschaffen und in Gang gesetzt hast. Alle übrigen Aspekte deiner Schöpfung - das heißt sämtliche Konsequenzen, die sich aus dieser Schöpfung ergeben - gelangen irgendwann ebenfalls zu dir zurück, da du sie ja durch dein Denken und Handeln selbst in Gang gesetzt hast. 

 

Da du dich in der materiellen Welt, durch die Illusion von Raum und Zeit, von deinen mentalen und emotionalen Schöpfungen weitestgehend getrennt erlebst, wunderst du dich dann, wenn dir zu irgendeinem späteren Zeitpunkt noch Aspekte der von dir geschaffenen Schöpfungen zufallen, deren Ursachen du bereits längst vergessen hast. In einem solchen Fall fehlt dir einfach der kausale Zusammenhang zwischen der initialen Aktion (Ursache) und der zeitlich verzögert eintreffenden Reaktion (Wirkung).  

 

Du kannst der Konsequenz deiner Schöpfungen allerdings nicht entfliehen. Du kannst sie jedoch über deine aktive Bewusstseinsarbeit integrieren - und so die vollständige Entfaltung der Erfahrung in einem für dich positiven Sinne verändern. Dies kann dann als Akt der Gnade und Vergebung erfahren werden.

 

Was hat "Karma" mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung zu tun?

 

Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das war der Weg, den die Welt schon immer eingeschlagen hat. Dafür brauchen wir den Begriff „Karma“ nicht. Menschen haben schon immer versucht ihr Umfeld zu beeinflussen und zu kontrollieren. Angst und Schuld waren die Basis für unzählige Tragödien in der Weltgeschichte.

 

Wenn du das tust, kommst du in den Himmel und wenn du dies machst, in die Hölle. Allerdings kann die Bestrafung für dein Ungehorsam sowie für deine Verfehlungen auch schon im Diesseits erfolgen. Am Ende des Tages gibt es jemanden da oben, der dich bereits mit einem Stock erwartet und dich für deine Missetaten bestrafen und züchtigen wird.

 

Solche und ähnliche Vorstellungen gibt es noch immer. Dabei handelt es sich um Instrumente, die dazu dienen, die Menschheit zu steuern und zu kontrollieren. Angst und/oder Schuld ist in der westlichen Welt ist auf der psychischen Ebene immer noch enorm ausgeprägt und weit verbreitet. Sie übt nach wie vor einen großen Einfluss auf viele Menschen aus. Bei Karma geht es nicht um Angst, oder Schuld. Bei Karma geht es um Befreiung. Es geht um Freiheit.

 

Wir sind eine Ansammlung unterschiedlichster Geschichten und Erinnerungen. Das reicht weit in die erdgeschichtliche Vergangenheit zurück. In gewisser Weise ist der gesamte evolutionäre Prozess, vom Einzeller bis zur Gegenwart, in unserem Körper aufgezeichnet. Andernfalls wäre unser Organismus verwirrt und hätte keine Vorstellung darüber, ob er zu einer Amöbe oder zu einem Menschen gehört.

 

Betrachten wir unseren Körper, so ist für uns zu 100% klar, dass es sich dabei um einen menschlichen Organismus handelt. Dieses Wissen ist Teil unserer allseits gegenwärtigen, kollektiven und evolutionären Erinnerung. Darüber hinaus existieren noch andere Formen der Erinnerung. Es gibt (epi)genetische, karmische, unausgesprochene und ausgesprochene, bewusste und unterbewusste Erinnerungen.

 

Wenn wir über Erinnerungen sprechen, dann meinen wir meistens unsere bewussten Erinnerungen. Diese aber machen weniger als 1% unserer Gesamterinnerungen aus. Denken wir nur einmal an einen unserer Vorfahren, der beispielsweise vor 500 Jahren gelebt hat. Wir wissen nicht, wie er ausgesehen hat und doch tragen wir vielleicht seine Nase im Gesicht, oder wir besitzen irgendeine andere Eigenschaft oder Qualität, die er an uns weitergegeben hat.

 

In diesem Sinne leben auch die kleinsten Einflüsse, Bedingungen und Begebenheiten, denen unsere Vorfahren ausgesetzt waren, in uns weiter. Das was vor Millionen von Jahren passiert ist (Ursache), lebt jetzt, durch uns und in uns (Wirkung), weiter. Die Summe all dieser komplexen Bedingungen, Informationen, Erfahrungen und Erinnerungen, ist das, was wir unser Selbst nennen. Allerdings ist das, was wir bewusst als unser Selbst wahrnehmen, nur ein winziges Fragment des Ganzen. Dieser mikroskopisch kleine Ausschnitt, den wir gerade als unser Selbst wahrnehmen, ist hingegen die Manifestation und das Produkt aller vorangegangenen Bedingungen, Einflüsse, Erfahrungen und Erinnerungen, aber auch unserer bisherigen Gedanken, Werte und Überzeugungen.

 

Diesbezüglich gibt es in der indischen Yogi Tradition den Begriff „Vasana“, den man wortwörtlich mit Geruch übersetzen kann. In diesem Zusammenhang wird die Persönlichkeit eines Menschen als eine bestimmte Geruchssignatur betrachtet. Genauso wie wir eine Rose an ihrem Duft oder Unrat am Gestank erkennen können, kann die Persönlichkeit eines Menschen an seiner Vasana wahrgenommen werden. Welchen Geruch du gegenwärtig verströmst, hängt jedoch ganz von der Art der Erinnerungen, Überzeugungen und Werte ab, die du bis jetzt angesammelt hast. Karma bedeutet in diesem Kontext, zu verstehen, dass diesbezüglich zahllose Facetten und Ausprägungen existieren.

 

Was die Summe der Erinnerungen des Ganzen betrifft, haben wir keine Wahl. Wir können nicht entscheiden, welche der vergangenen Erinnerungen und Erfahrungen wir behalten wollen und welche nicht. Diese kollektiven und elementaren Erinnerungen sind unauslöschlich mit uns verbunden.

 

Auch wenn wir die Möglichkeit hätten sie zu eliminieren, würde der Versuch nur dazu führen, dass wir uns ständig weiter an sie erinnern. Wenn wir zu jemandem sagen: „Vergiss die Sache.“, dann fordern wir unser Gegenüber eigentlich dazu auf, „die Sache“ wieder in sein Bewusstsein zu bringen und über das nachzudenken, was er eigentlich vergessen sollte. Das was wir unter allen Umständen vermeiden wollen, werden wir auf diese Weise nur noch verstärken.

 

Zudem ist es unmöglich eine bestehende Erinnerung samt der damit verbundenen Erfahrung, bewusst zu vergessen. Das hängt mit der Natur unseres Geistes zusammen. Diesbezüglich kann keine Erinnerung entfernt oder zerteilt werden. Man kann nur neue Erinnerungen hinzufügen oder bereits bestehende vervielfältigen. Was immer wir tun, es führt entweder zu etwas Neuem oder zu einer Bestätigung, bzw. Vervielfältigung des bereits Vorhandenen.

 

Gibt es in Hinblick auf unsere Erinnerungen und Erfahrungen noch einen Aspekt, der uns letztendlich ebenfalls keine Wahl lässt? Ja, denn alles was wir sehen, hören schmecken, berühren, fühlen und denken wird aufgezeichnet. Jede noch so kleine Sinneswahrnehmung von innen oder außen wird registriert und aufgenommen. Da ist eine wunderschöne Blume, an die wir uns gerne erinnern wollen und dort ist ein stinkender Müllhaufen, oder der pochende Schmerz in unserem Knie, an den wir lieber nicht erinnert werden möchten. Unabhängig davon, ob wir uns an diese Erscheinungen erinnern wollen oder nicht, es passiert einfach. Wir haben auf unseren sinnlichen Wahrnehmungsprozess und das was dadurch auf uns einströmt, keinen Einfluss und somit auch keine Wahl.

 

Einfach alles um uns herum wird über unsere Sinne zunächst registriert und aufgenommen, ob es uns bewusst ist und wir es wollen oder nicht. Wenn all das also da ist, wie können wir dann die unerwünschten Dinge entfernen, uns reinigen und uns von all dem Unrat befreien, um von nun an glücklicher und erfüllter leben zu können?

 

Nun, wir sollten gar nicht erst versuchen den Abfall zu entsorgen, denn er ist sehr wertvoll. Daraus kann Kompost und somit der Nährboden für zukünftiges Wachstum und Entwicklung, entstehen. Ob wir also all die Abfälle als Dünger verwenden, oder uns mit ihnen einschmieren und in der Welt herumspazieren, ist unsere Entscheidung. Es ist unser Karma.

 

Ganz unabhängig davon, was wir bis heute angesammelt haben, für das meiste davon können wir nichts, da wir diesbezüglich keine Wahlmöglichkeit hatten. In Hinblick auf das Karma jedoch, welches wir im gegenwärtigen Moment erschaffen, besitzen wir das Privileg der absoluten Wahlfreiheit. Wollen wir die Abfälle dazu verwenden, um etwas Wundervolles, Einmaliges und Duftendes daraus entstehen zu lassen, oder schmieren wir uns wie gewohnt damit ein und laufen verunreinigt durch die Gegend? Das ist die Wahl, vor der wir alle in jedem Augenblick unseres Lebens stehen.

 

In unserer Welt werden wir immer wieder mit unerwünschten und leidvollen Situationen konfrontiert, doch auch in solchen Momenten haben wir ebenfalls eine Wahl. Entweder wir wachsen daran und werden weise, oder wir lassen uns durch sie verletzten und beherrschen. Die Entscheidung liegt ganz bei uns.

 

Wo aber sind all deine Erinnerungen gespeichert? Die meisten werden darauf vermutlich antworten: Natürlich im Kopf. Der Punkt ist jedoch, dass das Gehirn tatsächlich nur durch ein äußerst begrenztes Erinnerungsvermögen gekennzeichnet ist. Jede einzelne Zelle unseres Körpers verfügt diesbezüglich über eine billionenfach höhere Kapazität als unser gesamtes Gehirn.

 

Wenn wir nur eine Zelle unseres Körpers extrahieren, kann theoretisch unser ganzer Organismus im Labor rekonstruiert werden. Deine Eltern haben dir zu deinem Lebensstart jeweils nur eine Zelle mitgegeben und schau nur, was sich daraus entwickelt hat. In der Zelle war also bereits alles vorhanden, was dich heute ausmacht. Alle Informationen über dich, von Kopf bis Fuß. Die ganzen Details über dein Aussehen, deine Augen, deine Fingernägel, deine Haarfarbe, etc., all das war dort bereits gespeichert.

 

Wenn wir die darin enthaltene Erkenntnis nicht verwenden und uns nur auf einen einzigen Teil unseres Körpers konzentrieren, scheint vieles irgendwie mühsam und zäh zu sein. Heute beklagen sich so viele Menschen über fast alles. Über den zunehmenden Stress, ihre unerfüllten Erwartungen und Wünsche sowie über ihre vielen Verpflichtungen, oder einfach nur über ihre Nachbarn.

 

Als Kleinkind hast du Stress beim Wechseln der Windeln. Als pubertierender Teenager hast du Stress mit deinen Hormonen, dann kommt der Prüfungs- und Arbeitsstress hinzu. Sobald du die Mitte deines Erwachsenseins überschritten hast, schlitterst du in die nächste Lebenskrise. Danach folgen der Altersstress und letztendlich der unvermeidbare Stress im Angesicht des eigenen Todes.

 

Das ganze Leben scheint also eine nie endende Abfolge stressbeladener Erfahrungen und somit ein Kampf zu sein. Stell dir ein Auto vor, dass nur auf einem Rad fährt. Wie lange wird es wohl dauern, bis dieser Reifen platzt, zumal Reifen produktionsbedingt nicht auf solche einseitigen Druckbelastungen ausgelegt sind? Stress, der dauerhaft nur auf eine Stelle einwirkt, kann in unserem Leben ähnlich zerstörerische Effekte auslösen, insbesondere natürlich dann, wenn andere natürliche und verfügbare Ressourcen nicht genutzt werden.

 

Wenn wir über unseren Geist, bzw. über das Bewusstsein sprechen, beziehen wir das meistens nur auf unser Gehirn. Dabei umfasst unsere Geist-Bewusstsein-Einheit unseren gesamten Körper. In diesem Sinne kann eine bestimmte Kombination aus Erinnerungen und Intelligenz ebenso als Geist-Bewusstsein angesehen werden. Insofern ist unser gesamter Körper geistiger Natur.

 

Im Prinzip ist alles ein Organismus, weil es nicht auf eine bestimmte Stelle begrenzt ist und nicht auf einen einzigen Punkt reduziert werden kann. Nur die Aktivität des Verstandes hat ihren Sitz zwischen unseren Ohren. Heutzutage wird die Bedeutung des Verstands jedoch überbetont. Gerade die westliche Welt wurde auf diese Weise zu dem Sklaven ihres eigenen Verstands. Deshalb glauben die meisten, dass alles nur reine Kopfsache ist.

 

Der Verstand ist jedoch immer von der Quantität und Qualität der Daten abhängig, mit denen er gefüttert wurde. Er kann nicht über das hinausdenken, was seine vorhandenen Informationen und somit seine Vorstellung, übersteigt. Deshalb bleibt er auch so begrenzt und klein.

 

Auch wenn wir die Bücher aller Bibliotheken dieser Welt auswendig lernen würden, ist dass, was wir dann wissen nur ein winziges Staubkorn, im Vergleich zu den Informationen, die im Kosmos enthalten sind. Mit diesem verschwindend kleinen Mikropartikel ausgerüstet, glauben wir dann sehr intelligent zu sein, weil wir alles analysieren, in Gedanken verarbeiten und über bestimmte Prozesse nachdenken können. All jene, die sich heute noch als Genies und intellektuelle Überflieger betrachten, werden sich in einigen Jahren vermutlich schon sehr dumm und minderwertig vorkommen, da ihr Telefon viel entwickelter und leistungsfähiger sein wird als ihr limitierter Verstand. Nicht grundlos werden solche Geräte schon heute Smartphones genannt.

 

Die Überbetonung des Verstandes und die damit zusammenhängende Abhängigkeit, hat in unserer Gesellschaft einen viel zu großen Raum eingenommen. Dies gilt insbesondere auch für das Bildungssystem, das diese Schieflage durch eine sehr einseitige Ausrichtung fördert und die ganzheitliche Erforschung anderer Dimensionen des menschlichen Vermögens, wie z.B. der Intelligenz, des Bewusstseins und des Geistes, auf grob fahrlässige Weise vernachlässigt.

 

Wollen wir einen scharfen oder einen stumpfen Verstand? Im Zweifelsfall wünschen wir uns sicherlich einen möglichst scharfen Verstand. Dabei verhält sich unser Verstand eigentlich wie ein Skalpell. Im Fall, dass wir etwas sezieren möchten, ist es ein hervorragend geeignetes Werkzeug. Das einzige Instrument, das wir nun also besitzen, ist ein scharfes Skalpell. Wenn wir nun aber versuchen mit diesem Messer unsere Kleider zu nähen, werden wir wahrscheinlich wenig Erfolg haben. Auf eben diese Weise versuchen viele Menschen ihr Leben in Ordnung zu bringen. Sie versuchen alles mit ihrem Verstand zu lösen, doch je härter sie es probieren, desto schäbiger fühlen sie sich dabei.

 

Sind ungebildete oder gebildete Menschen glücklicher? Tatsächlich ist es so, dass ungebildete Menschen in der Regel glücklicher sind. Eigentlich sollte man aber meinen, dass es genau umgekehrt ist, und dass eine umfassende und gute Bildung automatisch zu einem glücklichen Leben führt. Leider ist häufig das Gegenteil der Fall, weil unser gegenwärtiges Bildungssystem nur das Messer schärft.

 

Wenn du nun so ein Messer in deiner Hand hältst und du damit nicht bewusst umgehst, kann es leicht passieren, dass du dich selbst schneidest, ohne dass jemand anderer daran schuld ist. Wenn du also zu unaufmerksam bist, fügst du dir ohne Unterlass selbst Schnitte und Wunden zu und verlangst danach womöglich auch noch Hilfe von anderen.

 

Menschen beklagen sich ständig. Mein Vorgesetzter ist ungerecht, meine Mutter ist unmenschlich, meine Frau ist eine Plage, mein Mann ist ein Versager, meine Nachbarn sind so und so, ich habe noch so viele unerfüllte Wünsche, etc. Stell dir nun vor, jemand macht diesen Menschen das folgende Angebot:

 

Du darfst deine Zeit in meinem einmaligen und wunderschönen Garten verbringen. Niemand sonst darf diesen Ort betreten, nur du. Währenddessen bringe ich dir etwas Köstliches zu essen und zu trinken. Du brauchst nichts weiter zu tun als dort zu verweilen, glücklich und dankbar zu sein, dich zu freuen und dein Dasein zu genießen. Ich werde dich dein Leben lang aufnehmen, dich wie einen königlichen Gast bewirten und für dich sorgen. Allerdings werde ich von Zeit zu Zeit zufällig vorbeikommen und nachsehen, ob du tatsächlich glücklich und zufrieden bist. Sollte ich dabei feststellen, dass du dich immer noch unglücklich und schlecht fühlst, dann werde ich dich leider aus meinem Garten hinausbegleiten müssen, denn meine Aufgabe liegt nicht darin, deiner Unzufriedenheit und deinem Unglück eine Unterkunft zu bieten, sie zu nähren und zu füttern.

 

Wenn wir unseren Gast nun alleine lassen und beobachten, dann wird es vermutlich nicht lange dauern bis wir feststellen, dass es ihm nahezu unmöglich ist, sich zu freuen, glücklich zu sein, zu entspannen und bei sich selbst, hier und jetzt, anzukommen, da sich seine Erinnerungen und somit die damit verbundenen Gefühle und Gedanken, ständig zurückmelden und dadurch immer wieder seine alten Verhaltens- und Glaubensmuster aktiviert werden. Ja, wir werden vielleicht gar nicht glauben können, wie rasch und oft sich unser Protagonist durch sein Unglücklichsein und seine Unzufriedenheit, selbst sabotiert.

 

Der Grund dafür ist: wenn wir allein, unzufrieden und unglücklich sind, befinden wir uns ganz offensichtlich in sehr schlechter Gesellschaft. Wir denken ständig nur an die Dinge, die uns fehlen, die wir beklagen, oder die wir noch erledigen müssen. Dinge, die in uns das Gefühl der Unzufriedenheit und des Unglücklichseins auslösen. Dadurch begeben wir uns in eine selbstgewählte Abwärtsspirale des gefühlten Mangels, aus der heraus es nahezu unmöglich ist, den gegenwärtigen Augenblick mitsamt der darin vorhandenen Fülle, vollständig wahrzunehmen und zu genießen. Doch es sitzt sonst niemand bei uns. Nur wir sind anwesend. Wer ist also für unser Gefühl zuständig? Wer außer uns selbst, ist für unser Wohlbefinden und Glück verantwortlich? Wer ist die Ursache und wer ist die Wirkung?

 

Grundsätzlich muss man dazu folgendes verstehen: Menschliche Erfahrung entsteht im Innern und niemals im Außen. Erscheinungen und Dinge, die sich außerhalb von dir befinden (Ursache), können dich nicht unglücklich oder glücklich machen. Das kann nur die Art, wie du diese Äußerlichkeiten bewertest und welche emotionale Qualität du ihnen durch deine Bewertung verleihst (Wirkung).

 


6. Das Gesetz der Wandlung


Nichts kann so bleiben, wie es ist. Alles durchläuft bestimmte Zyklen und Entwicklungsstufen und folgt einem unsichtbaren Lebensplan (Tao). Nichts ist somit sicherer als Veränderung.

 

Die Buddhisten sagen dazu, dass man nie zweimal in denselben Fluss steigen kann.

 

Um bei diesem Gleichnis zu bleiben, sollten wir die Veränderung, da sie sowieso unausweichlich ist, als einen unserer besten Freunde begrüßen und mit Freude und Mut in den Fluss der Wandlung springen, damit er uns an seinem Ende zum Ursprung unseres Seins tragen kann.

 

Der Versuch, gegen die Strömung zu schwimmen (insbesondere gegen das, was wir sowieso nicht ändern können), wird uns bald ermüden, deshalb sollten wir uns ohne Angst, mutig und voller Vertrauen einfach von diesem Strom treiben lassen und uns auf das Neue und die damit verbundene Veränderung einlassen. Nur so werden wir auf eine natürliche und belebende Weise zu der Quelle unserer Kraft und somit zu unserem eigenen Ursprung gelangen.

 

So wie ein Keimling oder ein Embryo, von einer inherenten, intelligenten und unsichtbaren Kraft angetrieben wird, um sich Schritt für Schritt zu dem Geschöpf zu entwickeln, das es seinem Wesen nach bereits in dieser frühen Phase seiner Entwicklung ist, können wir ebenfalls darauf vertrauen, dass uns derselbe Strom der Veränderung auf natürliche Weise dazu hilft, uns zu dem Menschen weiterzuentwickeln, der wir von Beginn zu werden bestimmt sind.

 


7. Das Gesetz der Verbundenheit


Dieses Gesetz beschreibt die grundsätzliche Essenz des Universums: Alles ist mit Allem verbunden. Alles ist Eins (siehe auch "Quantenverschränkung").

 

Die schöpferische Kraft des Universums ist reiner Geist, reine Idee, aus der alle Schöpfung entspringt. Es ist reines Bewusstsein, welches aus dem Feld unendlicher Möglichkeiten, dem Feld des reinen Potenzials, die sichtbare Realität erzeugt.

 

Jede Schöpfung, die jemals erdacht wurde, aber auch die, die noch nicht erdacht worden ist, existiert zunächst als Idee, als noch ungewordene Möglichkeit im Bewusstseinsfeld des reinen Quantenpotenzials.

 

Aus der Sichtweise der modernen Quantenphysik ist dies nichts anderes, als die Gesamtenergie, die durch die Summe aller miteinander verschränkten Energiefelder im Quantenraum repräsentiert wird, und aus der heraus jede Schöpfung, durch einen Akt der bewussten Fokussierung/Aufmerksamkeit (Wahrnehmung und Bewertung - also durch einen inneren Messvorgang), in die Realität und somit in die Erfahrung des Einzelnen gebracht und in diesem Sinne, sichtbar gemacht wird.

 


8. Das Gesetz des Ausgleichs


Wenn wir einen Raum leer lassen, ziehen wir Neues an. Wenn wir einen Raum überfrachten, müssen wir mit Verlusten rechnen. Dort wo zuvor noch Fülle war, überwiegt bald der Mangel. Das Pendel des Ausgleichs schlägt immer in beide Richtungen aus. Dort wo sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine Neue.

 

Alles strebt nach Ausgleich.

 

Die Vorstellungen, Gedanken und Handlungen, die wir aussenden, kehren irgendwann, wie ein Bumerang, zu uns zurück. 

 


9. Das Gesetz der Ordnung


Auch im Chaos und im Zerfall wirken Ordnungsprinzipien. Jeder Organismus hat enorme Kräfte für die Selbstheilung und Transformation.

 

Die Natur wird immer versuchen, die ihr innewohnende Ordnung (Homöostase) wieder herzustellen. Unser Leben verläuft nach einem Plan, der uns unbewusst bekannt ist. 


10. Das Gesetz der Liebe und des Lernens


Alles was uns widerfährt, geschieht aus Liebe. Kein Wesen ist absichtlich böse. Alles was passiert dient unserem Wachstum.

 

Du begegnest nicht den angenehmsten Menschen, sondern jenen, die dir am effektivsten weiter helfen und dich zu dem Menschen machen, der du werden sollst - insbesondere dann, wenn du die damit verbundene Erfahrung entsprechend erkennst und annehmen kannst.

 

Niemand erlebt etwas, dass ihn komplett überfordert. Wir erhalten nur angemessene Aufgaben und Lektionen.

 

Wahre Liebe ist bedingungslos, unabhängig und lässt frei.

 


11. Das Gesetz des Glücks


Der richtige Weg ist dort, wo es sich für dich (trotz eventueller Hindernisse) am leichtesten, erfolgreichsten und schönsten anfühlt. Da wo du dich wohlfühlst, da ist auch dein Weg. Höre auf deine Gefühle und sie werden dir diesen Weg weisen.

 

Wenn du für dein eigenes Glück sorgst, ziehst du Glück an und bringst es auch anderen. Wenn du nicht glücklich bist, ziehst du weiteres Unglück an und beeinflusst damit u.U. auch andere Menschen. In diesem Fall solltest du dein Leben verändern. Wenn nicht jetzt, wann dann?

 

Niemand sonst als du allein, trägt die Verantwortung dafür.

 


12. Das Gesetz der Ganzheit


Dualität (die Trennung von der Einheit) ist das, was wir über unsere Sinne wahrnehmen und wie wir das, was wir wahrnehmen, beurteilen. Einheit und Ganzheit ist das, was wir wahrnehmen, wenn sich das bewertende Denken in der Stille unseres liebenden Seins auflöst.

 

Solange wir uns als abgetrennten Teil des Ganzen sehen und negative Erlebnisse ausklammern, können wir nicht wachsen. Einseitiges positives Denken ist genauso wenig eine Lösung wie autistische Fröhlichkeit.

 

Demnach ist auch die Tier- und Pflanzenwelt sowie das Universum in dem wir leben, ein Teil unseres Daseins.

 

Wir werden zu dem, was wir denken, was wir essen, was wir lesen, mit wem wir reden, wie wir wohnen und womit wir uns umgeben.